Das Netzwerk
Der Kooperationsverbund
Der Kooperationsverbund des Arbeitskreises zum Aufbau einer Bundesinfrastruktur im Themenfeld 'Linksextremismus / Linke Militanz' besteht aus zwei Trägern und wird durch zahlreiche Kooperationspartner:innen wie Innovationsprojekte, Landesdemokratiezentren und einen wissenschaftlichen Beirat ergänzt.
B3 - Institut für Beratung, Begleitung und Bildung e.V.

Das B3-Institut ist ein gemeinnütziger Träger mit Sitz in Dresden und hat langjährige Erfahrung in politischer Bildung, mobiler Beratung und Prozessbegleitung. In zahlreichen Projekten setzte sich der Verein für die Stärkung der demokratischen Kultur und deren Prozesse unter Beteiligung der Menschen vor Ort ein.
Das Team bringt neben konkreter Expertise im Sozialraum Leipzig Erfahrungen als Schnittstelle in der Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlichen Trägern und Strukturen mit Landesbehörden und Verwaltungen (zum Beispiel im Rahmen der Sächsischen Landesstrategie Allianz Sichere Sächsische Kommune/ASSKomm) mit.
Sozialgenossenschaft KARUNA eG
Die Sozialgenossenschaft KARUNA eG versteht sich als eine bundesweite Inklusionsgemeinschaft mit 130 Mitgliedern — darunter Vereine, Institutionen, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und Menschen mit und ohne Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen. Die bewusste Einbeziehung von Menschen, die im Abseits der Gesellschaft leben, brachte Menschen zusammen, die bis dahin wenig miteinander in Berührung kamen und die nun gemeinsam nach Lösungen für mehr Gerechtigkeit suchen.
Auf der Suche nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen setzt sich die KARUNA eG für die Stärkung und den Ausbau der Demokratie ein. Aufgrund ihrer Gründungsidee und ihrer sozialen Zusammensetzung widmet sie sich seit vielen Jahren auch dem Thema der Prävention im Bereich des Linksextremismus und der linken Militanz, insbesondere unter Jugendlichen mit Ausgrenzungserfahrungen.
Aus diesem Selbstverständnis der Sozialgenossenschaft heraus engagiert sich die KARUNA eG für den Aufbau einer Bundesinfrastruktur im Themenfeld Linksextremismus und linke Militanz, um demokratische Protestkultur zu stärken und nachhaltige Vernetzungs- und Dialogstrukturen im Themenfeld aufzubauen.

Leitbild
Link:up – Kooperationsnetzwerk zur Prävention von Linksextremismus wurde gegründet, um einen fachlich fundierten, reflektierten und kooperativen Beitrag zur Demokratieförderung zu leisten. Das Netzwerk verbindet die Expertise zweier langjährig in der politischen Bildung, Prävention und zivilgesellschaftlichen Arbeit tätiger Träger. Wir verstehen Link:up als einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Fachkulturen zusammenkommen. Unsere Arbeit stärkt Dialogfähigkeit, fördert fachliche Qualität und unterstützt eine differenzierte Auseinandersetzung mit politisch motivierten Gewaltphänomenen, insbesondere mit linker Militanz. Die Auseinandersetzung mit linker Militanz und Linksextremismus ist von fachlichen Kontroversen, Unsicherheiten und gesellschaftlichen Debatten geprägt. Link:up schafft hierfür Räume für sachliche Verständigung, wissenschaftlich fundierten Austausch und fachliche Orientierung. Unsere Vision Wir setzen uns für eine demokratische Gesellschaft ein, in der Konflikte offen, plural und friedlich ausgetragen werden. Gewalt lehnen wir – unabhängig von ihrer Motivation oder politischen Begründung – als Mittel politischer Auseinandersetzung ab. Wir möchten dazu beitragen, dass insbesondere junge Menschen gewaltfreie Formen politischer Teilhabe entwickeln können. Gleichzeitig stärken wir Organisationen, Fachkräfte und Bildungsakteure darin, Handlungssicherheit im Umgang mit linker Militanz, protestorientierten Gruppen und Gewaltdynamiken zu gewinnen. Als bundesweites Kooperationsnetzwerk verstehen wir uns als Brücke zwischen Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Wir fördern Dialog, machen Wissen zugänglich und tragen zur Weiterentwicklung professioneller Standards im Themenfeld bei. Unser Auftrag Die Arbeit von Link:up basiert auf der Überzeugung, dass die Prävention von Linksextremismus und linker Militanz wissenschaftliche Fundierung, pädagogische Ansätze und zivilgesellschaftliche Beziehungsarbeit gleichermaßen erfordert. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind: •Prävention und Demokratieförderung: Wir stärken demokratische Handlungskompetenzen und unterstützen den konstruktiven Umgang mit Konflikten. •Wissenstransfer und Beratung: Wir bereiten wissenschaftliche Erkenntnisse für Praxis und Politik auf, fördern eine differenzierte Betrachtung des Themenfeldes und begleiten Organisationen bei fachlichen Klärungsprozessen. •Qualitätsentwicklung: Gemeinsam mit unseren Partner:innen entwickeln wir fachliche Standards für die Präventionsarbeit weiter – praxisnah, kooperativ und multiperspektivisch. •Vernetzung und Dialog: Wir schaffen Räume für den Austausch zwischen Fachpraxis, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft und fördern den fachlichen Diskurs. Unsere Werte Unsere Arbeit wird von demokratischen Grundwerten und einer reflektierten fachlichen Haltung geleitet. Wir stehen für Demokratie und Gewaltfreiheit, für Differenzierung statt vorschneller Etikettierung sowie für Dialog und Reflexion. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Prävention die Bereitschaft erfordert, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und Ambivalenzen auszuhalten, ohne demokratische Grundprinzipien aus dem Blick zu verlieren. Deshalb fördern wir einen respektvollen, verantwortungsbewussten Umgang miteinander, reflektieren die eigene Praxis kontinuierlich und übernehmen Verantwortung für die Qualität und Transparenz unseres Handelns. Zusammenarbeit und Qualität Link:up lebt von Kooperation. Unterschiedliche fachliche Perspektiven verstehen wir als Voraussetzung für gemeinsames Lernen und die Weiterentwicklung des Themenfeldes. Vertrauen, Dialog und gegenseitige Wertschätzung prägen unsere Zusammenarbeit ebenso wie wissenschaftliche Fundierung und kontinuierliche Evaluation. Unser Anspruch Link:up entwickelt ein bundesweit wirksames Kooperationsnetzwerk für Beratung, Orientierung, Wissenstransfer und Qualitätsentwicklung im Themenfeld Linksextremismus. Gemeinsam mit unseren Partner:innen arbeiten wir daran, fachliche Vernetzung zu stärken und den wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Diskurs nachhaltig zu fördern.
Wissenschaftlicher Beirat
Für die Arbeit des Kooperationsnetzwerks Prävention Linksextremismus wurde ein Wissenschaftlicher Beirat einberufen.
Der wissenschaftliche Beirat berät, gibt Impulse aus dem wissenschaftlichen Forschungsbereich, trägt zur Qualitätssicherung bei und bildet die Breite des Diskurses ab. Er wirkt in zweifacher Hinsicht: einerseits als „Seismograf“ in die wissenschaftliche Landschaft, um die Themen und Ansätze des wissenschaftlichen Diskurses zu identifizieren. Andererseits sichert er durch seine Externalität und Wissenschaftlichkeit die Qualität der Arbeit des Netzwerks.
Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats begleiten die Organisation des Kooperationsnetzwerks in stratetgischen Fragen und bringen regelmäßig Empfehlungen zur Weiterentwicklung ein.
Innovationsprojekte
Linksradikale Utopien gestern & heute. Demokratiebildung und Trainings für Jugendliche und Fachkräfte
Träger: Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Zur Projektbeschreibung bei demokratie-leben.de
Vektor|linx – Kritische Bildung für eine plurale Demokratie
Medienkompetenz im Zeichen des Nahostkonflikts – Linksextremismus unter Schüler:innen und Studierenden begegnen
Träger: Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Zur Projektbeschreibung bei demokratie-leben.de
