Neue Impulse für die Prävention von Extremismus

Mit dem vielversprechenden Titel „Jenseits der Eindeutigkeit – Neue Impulse für die Prävention von Extremismus“ hatte das Beratungsnetzwerk Grenzgänger des IFAK e.V. (Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit) am 13.10.2026 in der Evangelischen Hochschule Bochum eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, sich den Themen Extremismus und Prävention von der philosophischen Seite zu nähern und so gemeinsam neue Perspektiven einzunehmen und auszuleuchten.
Prof. Dr. Mirjam Schaub (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) begeisterte die Zuhörenden mit ihrem Impulsvortrag „Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal – Versuch einer Neubestimmung von Radikalität, Fanatismus und Extremismus mit Hannah Arendt“ und dem von ihr vorgeschlagenen Konzept der „smarten Radikalität“.
Auf dem anschließenden philosophischen Spaziergang durch die Poster-Galerie und die Fotoausstellung des Grünen Vogels e.V. (Beratung bei islamistischer Radikalisierung) war Zeit und Gelegenheit zum Begrüßen bekannter Gesichter und Kennenlernen noch unbekannter Gesichter.
Das Link:up-Team aus Dresden konnte wichtige Kontakte nach Nordrhein-Westfalen knüpfen, sich mit Kolleg:innen anderer Kooperationsverbünde austauschen sowie neue Impulse für die Arbeit im Bereich Extremismusprävention und Radikalisierung aufgreifen.
Letzteres auch durch die praktischen Workshops nach der Mittagspause, in denen es um Moral und Gerechtigkeit, Menschenwürde und Scham sowie Einsamkeit im Kontext von Extremismus und um die Rolle der Philosophie in der Radikalisierungsprävention ging.
Bericht von C. Kühn



